Kraddy_Anthems of the hero

Kraddy_Anthems of the hero

Sendung 2012-01-3 29. Januar 2012 – Mitja Maroša   

supremeTEST  Kraddy— Anthems of the Hero

 

Der Künstler: Kraddy heißt im wahren Leben Matthew Kratz und war zuvor Mitglied des vierköpfigen kalifornischen Electronic-Projektes „Glitch Mob“. 2009 begann verließ er wieder dieses Kollektiv und setzte seine Solokünstler fort. Bislang veröffentlichte er seit 2003 neben diversen EPs und Remixen zwei Album – „Truth has no Path“ und „The Illegal Album“. „Anthems of the Hero“ ist sein erster Ausflug in Richtung akustischer Sound.

 

TestFacts: Kraddy – Anthems of the Hero

Fazit: Interessantes Konzeptalbum. Die Mischung aus Elektronik und Rock-Elementen sorgt für viel Dynamik. Die Beats könnten aber noch dicker sein. Stellenweise klingen die Tracks zudem unfertig, was vor allem am fehlenden Gesang oder Rap liegt. Ill Million ist leider ein absolutes „No-Go“ und verhagelt etwas die Wertung. Dass Kraddy sein Album verschenkt, ist höchst bewundernswert. Weiter so – wir bleiben dran!

 

Einzeltrackbewertung

Tester:

 

 

Guido

Mitja

1

The Holy Avenger

Trip-Hop-Track, erinnert an Bon Jovi, Anfangs ziemlich öde, aber gegen Ende kommt ein gekonnter Schwenk in Richtung Hard-Rock!

8

8

2

Black Box

Trip-Hop-Track, erinnert stellenweise an “Army of Me” von Björk, beschleunigt gegen Ende, variiert die Glitch-Bass-Effekte, starker Phaser

7,5

7

3

Bare Bones

Glitch-Rock-Track, dreckig J, simuliert gut eine Live-Atmosphäre, Vocals wären aber schön, gegen Ende mit typischer Rock-Impro der E-Gitarre

7,5

7,5

4

Operation Prometheus

Dubstep-Track, klingt groß! Ähnlich gut als Cyberpunk-Filmmusik denkbar wie der Nero-Sound, mit leisem, sinistrem Break, Gitarre erinnert an Daft Punk, effektive Hookline brennt sich ins Gedächtnis

10

9,5

5

Heart Anthem

Dubstep/Trip-Hop-Crossover, elektrisierendes „Powerhouse“ mit treibenden Glitch-Bässen, erholsamen Breaks (z.T. mit Piano), dichter Live-Rock-Atmosphäre, könnte auch von Massive Attack kommen

10

10

6

The Legend

Trip-Hop-Track, erinnert stellenweise an Van Halen, eher ruhiger Track, dem eine Hookline fehlt, so eignet er sich eher als Begleitung für Gesang

8

8

7

Forbidden (feat. Erica Dee)

Trip-Hop-Track, einziger Song mit Vocals, erinnert stark an Massive Attack, erreicht aber nicht ganz die Qualität von Teardrop oder Paradise Circus, übertriebener Phaser-Effekt auf dem Beat, Im Soundtrack wäre das der Track für das Liebesnacht-mit-der-Femme-Fatale-Klischee…

7

8,5

8

Ill Million

G-Funk, absichtlich auf billig getrimmter Trash-Track, es fehlt der Rap, z.T. aus dem Takt, kaum Abwechslung, fällt aus dem Rahmen, mies

5,5

3

9

Black Sun

Glitch-Rock-Track, guter, treibender Bass, schön elektronisch, netter Break, handwerklich gut produziert, recht schräge Sounds, unauffällig

9

7

10

Beacon One

Ambient-Track, dreckiger Bass über Atmosphären-Loops, viel zu lang (> 8 Min.), als Finale ungeeignet, trotz Zuspitzung kein Höhepunkt im Track

5,5

5,5

 

Reine Titelwertung:

 

7,8

7,4

 

Kombinierte Titelwertung der Tester

 

7,6

 

 

 

 

 

Abzüge

Keine

 

Boni

Kraddy bietet sein Album auch kostenlosen auf seiner Website www.kraddyodaddy.com/anthems-of-the-hero an – und zwar mit einem zusätzlichen Song – „Iron Man“, einem Black Sabath-Cover im glitchy Dub-Step-Style (Songwertung 8,5 (7,5) Punkte)

+0,5

 

 

 

 

 

Genre

Trip-Hop, Dubstep, Glitch-Rock aka “Led Zeppelin 3000”, Moviescore (Drums, Percussions und Gitarren von Hand eingespielt)

Spielzeit

49:52 Minuten

Label

Refiner (via amazon.de als MP3-Album erhältlich)

Web

www.kraddyodaddy.com

Release

22. November 2011

 

Tracks im Live-Test (in dieser Reihenfolge): 1, 2, 5, 10, 8, 7 und 4

 

 

supremeWERTUNG

8,1

 

Sendezeit Supreme: Jeden zweiten Sonntag hört Ihr uns auf 99.2 Mhz, im Kabel auf der 102.1 Mhz in der Region Stuttgart und auf unserem Webstream weltweit. Die aktuellen Sendetermine findet Ihr unter "Sendungen".