Apollo 440

Apollo 440

Sendung 2012-02-1 12. Februar 2012 – Ralf Kopiejewski       

supremeTEST  Apollo 440— The future’s what it used to be

 

Der Künstler: Die Band entsteht 1991 um Howard und Trevor Gray sowie dem Gitarristen Noko. Neben den Gründungsmitgliedern sind wechselnde Musiker dabei, aktuell hat Apollo 440 fünf weitere Akteure. Die Briten prägten den Bigbeat, mit Leidenschaft brachten sie in ihrer Musik die verschiedensten Stilrichtungen unter, nicht immer gelang ihnen dabei große Kunst. Wirkliche Aufmerksamkeit bekam die Band durch eine elektronische Version eines Van Halen Klassikers, die Apollos nannten ihn „Ain’t talkin‘ ‚bout doub“. Seit einigen Jahren gab es kaum ein Lebenszeichen, umso erfreulicher dass jetzt das fünfte Album veröffentlicht wurde.

TestFacts: Apollo 440 – The future’s what it used to be

Fazit: Die Apollo 440 sind furios zurück mit einer dynamischen Mischung aus Bigbeat, Drum’n’Bass, House und Rock, sie zitieren dabei andere Bands wie zum Beispiel Pendulum und Marillion. Der Sound ist energiegeladen und oft etwas roh und ungeschliffen, über weite Strecken dominieren harte Gitarrenriffs. Sehr Lebendig wirken einige Tracks u.a. aufgrund gelungener Rhythmuswechsel. Die Apollos bleiben sich treu in ihrer konsequenten Ablehnung sich musikalisch festzulegen, nur noch im weitesten Sinne kann man sie dem Bigbeat zuordnen. Mit elektronischen Samples und Keyboards runden Apollo 440 fast alle Tracks ab, insgesamt manifestiert sich aber ein rockiger Gesamteindruck. Der männliche Gesang erscheint manchmal leicht ‚neblig‘ passt aber dennoch zum Sound. Gelungenes Comeback Album einer spielfreudigen Band. Musik für die Tanzfläche, der Zeitgeist bleibt hier außen vor, weder sind sie elektronischer geworden noch ist Dubstep ein Thema - kein Problem!

 

Einzeltrackbewertung

Tester:

 

 

Ralf

Guido

1

Stay frosty

Treibender Metal-Drum’n’Bass Track der an Pendulum erinnert

 

8

9

2

The futures’ what it used to be

Rauher harter rockiger Drum’n’Bass Rave mit männlichen Vocals

 

8

7.5

3

Smoke & mirrors

House Track mit harten Gitarren, hat jede Menge Energie, rockt die coolen Parties.

8.5

6.5

4

Stealth cantorum

Kurze Sequenz – völlig sinnlos das als eigenen Track anzugeben!

 

-

 

5

A deeper dub

Ein wildes Stück House mit interessantem Tempowechsel und brachialem Groove. Männlicher Gesang und rockige Gitarre prägen den Song.

9

7.5

6

Love is evil

Bluesige Rock Ballade mit weinerlichem Gesang, ähnlich eines Mike Patton

7

7

7

Odessa dubstep

Furioses Stück Bigbeat, könnte auch von Asian Dub Foundation sein.

 

7.5

9

8

Motorbootee

Erstklassiger Nubreaks /Bigbeat Track mit coolem Rhythmuswechsel, kommt schön dynamisch und abwechslungsreich daher.

9

7

9

Traumarama

US Poser Metal Rocker wären Stolz auf den Song – Apollo 440 können es nicht sein! Zum Mitklatschen, zwar gute Ansätze aber ansonsten laue Ü30er Party Musik.

5.5

4.5

10

Fuzzy logic

 

Ruhiger Anfang mit Gesang und Sprechgesang, mündet in klassischen Progressive  Rock der an Marillion oder auch The Cult erinnert

8

6.5

11

Music don’t die

 

Der Track ist eine Mischung aus den verspielten Keyboard Orgien der frühen Marillion und den epischen Rock Balladen der späten Guns’n‘Roses

8

8.5

 

Reine Titelwertung:

 

7.85

7.3

 

Kombinierte Titelwertung der Tester

 

7.58

 

 

 

 

 

Abzüge

Keine

 

Boni

Keine

 

 

 

 

 

 

Genre

Bigbeat, Drum’n’Bass, House, Rock

Spielzeit

46.23 Minuten

Label

Stealth Sonic Recordings

Web

www.apollo440.com

Release

30. Januar  2012

 

Tracks im Live-Test (in dieser Reihenfolge):

Motorbootee – Stay frosty – Love is evil – Smoke & mirriors – Odessa dubstep – Music don’t die – A deeper dub

 

 

supremeWERTUNG

7.6

 

Sendezeit Supreme: Jeden zweiten Sonntag hört Ihr uns auf 99.2 Mhz, im Kabel auf der 102.1 Mhz in der Region Stuttgart und auf unserem Webstream weltweit. Die aktuellen Sendetermine findet Ihr unter "Sendungen".